…sehen Sie nichts – oder zumindest nicht viel. Und genau so sollte es sein.

Ich liebe diese absolut minimalistischen Kompositionen – mit viel Raum, negativer Space – nenne es wie du möchtest. Es beruhigt mich sehr und lässt mir den Raum zum träumen.

Und genau so sollte es auch sein als ich nach 2 hektischen Tagen in Venedig Stadt aufs Lido rausgefahren bin – da wo Venezianer noch Venezianer sind, Sonntag nachmittags spazieren gehen, abends ihren Spritz an der Bar trinken, um dann pünktlich um 20 Uhr mit der Familie zu Hause zu Abend zu essen. Der Tod in Venedig ist dann doch viel lebendiger als man glaubt.

Und so habe ich den ganzen Sonntag Nachmittag damit verbracht, am Pier zu sitzen, ab und an ein paar vorbeiziehenden Spaziergängern ein „bon giorno“ zu erwidern und selbst einfach nur da zu sitzen und zu sehen, dass ich nicht viel sehe. Spannend wurde es dann gegen 18 Uhr – denn so ein Sonnenuntergang im Februar ist schon ein bisschen wie ein Schneesturm auf LSD – alles ein bisschen unklar, alles recht diesig und dann immer wieder diese Zuckerwatte-Farben. Herrlich. Nichts.