…der Klassiker: Nach Venedig fahren, die Rialto Brücke fotografieren, die im Canal Grande wippenden Gondolas fotografieren mit Blick auf San Giorgio Maggiore, den Markusplatz… Die Liste ist endlos – dies trifft nicht nur auf Venedig zu.

Ja – alles richtig und dennoch ist es doch immer wieder dein eigenes Bild, deine eigenen Erfahrungen, dein eigener Schweinehund, den du morgens um halb 6 Uhr überwinden musstest, um aufzustehen und um dieses Bild zu machen.

Ja – 1000 Mal gesehen und 1000 Mal ist nichts passiert und dann gibt es doch die winzig kleinen Unterschiede, welche jedes Bild auf dieser Welt anders machen, welches täglich mehrfach am Tag gemacht wird. Sei es das Licht, sei es ein winziges Detail oder einfach nur deine persönlichen Erfahrungen oder von allem ein bisschen.

Ich persönlich mache Bilder für mich – ja – ich zeige diese – und auch zu Hauf auf vielen Kanälen ( https://www.instagram.com/marco.butz ). Aber im Vordergrund steht bei mir die Vorbereitung. Die Vorbereitung der Aufnahme, des Trips, der Uhrzeit – die Recherche von Licht und Schatten, der An- und Abreise und der Brutto-Zeit, die ich an einem Ort verbringe. Und die bemesse ich großzügig. Für mich ist es wichtig, erstmal am Spot anzukommen und alles wirken zu lassen. Die Kamera bleibt lange Zeit im Rucksack. Erst dann werde ich aktiv und gehe so langsam über und baue mein Equipment auf – ist schnell gemacht, denn die Planung habe ich ja schon durch. Zeit, ISO und Blende ist bereits schon durchgedacht – das Objektiv sitzt. Und so ist der eigentliche Akt des Fotografierens recht schnell und unspektakulär.

Dafür aber habe ich Zeit an einem wundervollen Ort verbracht. An einem Ort der meinetwegen dann auch 1000 Mal fotografiert wurde.