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Heimat

11. Mai 2020

Moselschleife

Habe gestern Abend mal eine Abstecher zur Moselschleife gemacht und ich muss sagen: Da weiß man tatsächlich was „atemberaubend“ heisst.

Zunächst recht unspektakulär fährt man um die letzte Ecke herum in Richtung Bremm, bis sich dann diese massiven Weinberge vor einem auftuen. Sowas extremes, sowas massives und kolossales habe ich noch nicht zuvor gesehen. Das ist auf den ersten Blick wirklich wie: boah, nee, oder, ahh, mein Droppe.

Dort angekommen habe ich mir dann allerdings erstmal meinen Platz zum fotografieren suchen müssen. Also erstmal rauf auf den Berg und die erste Abzweigung in Richtung Aussichtsplattform einbiegen. Funktionierte nicht. Zu nah am Kirchturm, zu viel Grün im Vordergrund, zu wenig Weitwinkel.

Okay, Zeit war noch ausreichend, also zurück und eine Ebene nach oben. Wieder das gleiche: Keine gute Aussicht und meine 24mm sind einfach nicht weit genug. Ausserdem hatte ich einen ganz bestimmen Bildlook vor Augen. Also nochmals eine Ebene höher.

Und diese hatte es dann völlig in sich. Die Zeit bis zum Sonnenuntergang war dann nicht mehr so reichlich vorhanden und der Aufstieg war extrem steil. Meine Muskeln sind fast geplatzt, der Schweiß rann gerade so an mir herunter. Nun gut – wer ein tolles Bild haben möchte und mit seinem Kopf durch die Wand will, der muss eben leiden. Somit ab damit und hoch.

UND: Ich muss sagen – es hat sich gelohnt. Der Aufstieg, die Aussicht, die Luft und die Ruhe. All das habe ich sehr genossen.

Genießt auch ihr dieses Bild – ohne Schweiß.

Cheers Marco

1. März 2019

Unser täglich Brot gib uns heute

Oder eben so ähnlich. Zumindest versuche ich nun schon seit einem Jahr FAST! jeden Tag, ein Bild zu posten. Warum? Weil ich es kann – LOL – nein, weil es für mich so eine Art visuelles Tagebuch ist. Schreiben ist ja (noch) nicht so meins und manchmal gibt es zu den Bildern auch wenig Gedanken, die damit zusammenhängen.

Ansonsten freu ich mich über jede Jahreszeit und jedes Wetter zum Fotografieren – ob Winter, Schmuddelwetter oder Frühling. Alles hat so seinen Reiz – wenngleich ich schon so ein bisschen auf der dunklen Seite der visuellen Reize stehe – melancholisch vielleicht ein Stück weit.

So long – startet gut in die 5. Jahreszeit – euer Marco.

Ach so – und die Bilder sind entstanden im Januar in der Pfalz – um genau zu sein: Ich stand auf dem Musikantenbuckel, der vor Freinsheim liegt – mit herrlichem Blick auf Freinsheim und bis nach Mannheim und im Süden Philippsburg.

28. Februar 2019

Soweit das Auge reicht, oder ein Blick in meine alte Heimat

Am Wochenende war ich mal wieder in meiner alten Heimat – um genau zu sein in dem Dorf, in dem ich meine ersten 19 Jahre verbracht habe – Bittelbronn im Jagstal.

Lang ist’s her und irgendwie vergrauen doch dann relativ viele Erinnerung – neue Häuser entstanden mit neuen Familien und unbekannten Namen an den Türklingeln, einige Familien sind gänzlich von uns gegangen – neue Gräber auf dem alten Friedhof zeugen davon.

Ansonsten ist irgendwie alles gleich geblieben und doch anders, zumindest gefühlt – obwohl sich hier jeder kennen sollte, würde ich mich hier auf dem Land sehr einsam fühlen – ich lebe und liebe einfach das Leben in der Stadt – mit all seinen vielfältigen Möglichkeiten, der ständigen Bewegung, dem Rhytmus der Stadt und mit den kleinen Parzellen mit immer den gleichen Menschen und Nachbarn, die man immer wieder trifft, einen Plausch hält und jeder wieder seiner Wege geht.

So soll es sein – für mich zumindest.